„Wir haben ja uns zum Reden.“ Das habe ich vor kurzem gehört, als ich Werbung für eine Veranstaltung von mir gemacht habe. Wir, das ist eine Gruppe von ca. 12 Frauen, die sich regelmäßig trifft und auch gemeinsam wegfährt. Sie kennen sich seit vielen Jahren, wissen um die ein oder anderen Problemchen und Nöte jeder einzelnen Frau, können stundenlag darüber reden, geben sich Ratschläge und tratschen natürlich auch mal, wenn eine nicht da ist ;-). Freunde, die sich gegenseitig eine Art Coach sind?

Das ist eine tolle Sache, wenn man in seinem Umfeld so eine Möglichkeit zum Austausch hat, Sorgen und Ängste teilen kann und weiß, dass eigentlich immer irgendjemand da ist, wo man sich mal ausheulen kann.

Aber wer kennt das nicht?

Die Themen sind immer die gleichen. Man dreht sich oft im Kreis. Man hat schon so viele Ratschläge gegeben. Man fragt sich vielleicht: Warum trennt sie sich nicht endlich? Warum kündigt er nicht diesen Job? Warum sagt sie ihrer Familie nicht mal, dass….? So richtig ändern tut sich selten etwas.

Das war für mich der Anlass, mal zu beleuchten, was einen Coach von einem Gesprächspartner aus dem Freundeskreis unterscheidet. Nehmen wir mal an, Sie erzählen einer Freundin von Ihrem aktuellen Problem.

Die Freundin will Ihnen natürlich helfen. Sie gibt Ihnen Ratschläge, die aus Ihrer Erfahrung Sinn machen, wie sie mit dem Problem umgehen würde, was vielleicht bei ihr in einer ähnlichen Situation geholfen hat. Diese erscheinen sehr logisch, aber sprechen häufig nur den Verstand an. Das Gespräch verläuft willkürlich, sie teilt ggf. sogar ihre eigenen aktuellen Probleme mit (sicher mit dem guten Gedanken, Sie aufzumuntern und um Ihnen zu zeigen, dass sie nicht allein mit Problemen dastehen).

Die Freundin ist nicht immer verfügbar bzw. vielleicht scheuen Sie sich, sie jedes Mal mit Ihren Problemen zu „belästigen“. Sie kann auch genervt werden, wenn Sie jetzt nicht endlich mal Ihr Problem lösen. Sie haben doch schon so viele Ratschläge bekommen.

Häufig wird auch das Verhalten bewertet. „Das war doch total doof….“, „Das kannst du doch so nicht machen…“ Vielleicht kann sie auch gar keine neutrale Meinung abgeben, da sie selbst Teil Ihres Umfeldes ist. Und oft mag das eigene Umfeld auch gar nicht, dass man sich ändert.

Ein Coach hat eine fundierte Ausbildung. Darauf sollten Sie auf jeden Fall achten. Coach ist kein geschützter Begriff. Jeder kann sich so nennen, beispielsweise Freunde, und ob ein 2-Tagesseminar ausreicht, um wirklich professionell zu arbeiten, ist fraglich.

Er ist neutral und bewertet nicht. Er geht in seiner Grundeinstellung davon aus, dass alles was Sie tun und sagen, Sinn macht. Vielleicht nicht für Außenstehende, aber für Sie, um Ihr „System“ zu schützen. Sie stehen im Mittelpunkt, es geht nur um Ihr Anliegen. Egal mit welchem Problem Sie sich auseinandersetzen, wie Ihre tiefsten Gedanken dazu sind, Sie können sichergehen, dass das geheim bleibt. Sie können alles äußern, was Sie wirklich bewegt, ohne jemanden auf die Füße zu treten.

Alles was Sie brauchen, steckt bereits in Ihnen.

Ein Coach erteilt Ihnen keine Ratschläge, sondern hilft Ihnen gezielt durch Methoden, Ihren eigenen, ganz für Sie passenden Weg zu finden. Die Gesprächsführung ist strukturiert und lösungsorientiert. Die Methoden sprechen neben der Logik auch Emotionen und Körper an.

Es können Muster und versteckte Ängste identifiziert werden, die dann gemeinsam analysiert und gelöst werden. Sie haben dabei die Zeit, die Sie brauchen. Die Termine sind vertraglich vereinbart und die Coachingsitzungen werden von Ihnen beendet, wenn Sie der Meinung sind, dass Sie Ihre Lösungen und Handlungsalternativen gefunden haben.

Manchmal braucht man einfach nur ein offenes Ohr, um sich etwas zu erleichtern. Schon ein Gespräch unter Freunden kann unwahrscheinlich befreiend sein. Wenn Sie jedoch wirklich etwas verändern wollen und alleine nicht weiterkommen, empfiehlt es sich, professionelle Unterstützung zu holen.

Wann macht Coaching Sinn?

  • Wenn Sie oft unzufrieden sind und gar nicht genau wissen, wo das her kommt.
  • Wenn Sie viele Ängste haben, die Sie teilweise nicht begründen können.
  • Wenn Sie sich ständig in einem Gedankenkarussell drehen und dort nicht rauskommen.
  • Wenn Sie vor beruflichen und privaten Veränderungen stehen, die für Sie Neuland sind.
  • Wenn Sie Stress in Ihrem Alltag empfinden, der über ein gesundes Maß hinausgeht.
  • Wenn Sie das Gefühl haben, Sie befinden sich in einem Hamsterrad und kommen nicht raus.
  • Wenn Sie zögern, Entscheidungen zu treffen und alles vor sich herschieben.
  • Wenn Sie es nicht schaffen, Veränderungen konsequent und nachhaltig umzusetzen.

Welche Erfahrungen haben Sie mit Coaching bisher gemacht? Hinterlassen Sie gern einen Kommentar.

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