Frühjahrsputz für die Seele – Schaffen Sie sich virtuelle Mülleimer

Welch schönes Gefühl, wenn man zwei große Müllsäcke zum Frühjahrsputz aus dem Haus trägt. Man fühlt sich erleichtert, als ob man Ballast abwirft.  Zumindest geht es mir immer so, wenn ich meinen Frühjahrsputz mache. Es fühlt sich einfach gut an, nicht mehr gebrauchte Dinge zu entsorgen.

Ent – sorgen. Das heißt, Sie haben eine Sorge weniger.

Ich habe dazu mal einen interessanten Artikel gelesen. Ich weiß leider nicht mehr wo, es ist schon einige Jahre her. Jeder Gegenstand in unserer Wohnung ist bei uns im Kopf abgespeichert. Im Unterbewusstsein beschäftigt uns dieser, er ist einfach in unserem Energiefeld. Aber nicht nur mental, sondern auch ganz praktisch kann uns auch ein ungenutzter Gegenstand Arbeit machen. Ich muss ihn immer anfassen und wegschieben, wenn ich etwas suche oder mal sauber machen will. Das ist vielleicht ein Grund, warum es sich so gut anfühlt, wenn man sich von Dingen trennt und sauber zu machen.

Verantwortlich für den Anstoß dafür sind im Frühjahr die ersten Sonnenstrahlen. Nein, nicht nur deshalb,  weil man sieht, wie schmutzig die Fenster sind ;-). Hellere Tage regen die Produktion des stimmungsaufhellenden Hormons Serotonin an. Das weckt die Lust am Leben und an etwas Neuem in uns.

Die wichtigste Voraussetzung für etwas Neues, ist etwas Altes loszulassen.

Das heißt: Misten Sie aus!  Das Frühjahr ist die beste Zeit dafür, denn so wie die Natur aus dem Winterschlaf erwacht, so erwachen wir innerlich auch. Nutzen Sie diese  Frühlingsgefühle für sich.

Ich weiß, dass das nicht immer so einfach ist. Es hängen Erinnerungen daran, es war vielleicht teuer oder man hat es geschenkt bekommen und will den Schenker nicht verärgern. Das kann sich wie Ballast anfühlen. Stellen Sie sich vor, wie Sie diesen Ballast entsorgen - also Sorgen und Last loswerden. Wie leicht könnte sich das für Sie anfühlen!

Sicherlich ist Ihnen nicht entgangen, dass gerade die Ebenen etwas verschwimmen. Es geht nicht nur um materielle Dinge, sondern auch um mentale bzw. psychische „Dinge“.

Ballast belastet auch Ihre Seele.

Vielleicht tragen Sie eine alte Last schon sehr lange mit sich rum. Diese blockiert Sie. Auch diese müssen Sie wegschieben, wenn Sie nachdenken, sich mit sich beschäftigen, etwas verändern wollen. Oder Sie haben oder machen aktuell Dinge, die Ihnen nicht guttun. Misten Sie auch hier aus. Stellen Sie sich folgende Fragen:   

Wem mache ich innerlich (immer noch) Vorwürfe? Wo hege ich noch Groll?

​Das können Situationen sein, die schon sehr lange her sind und Sie trotzdem noch beschäftigen. Sind Sie noch wütend auf Ihre Eltern, Ihren Ex-Mann, Ihre Kollegin? Schreiben Sie einen Brief an denjenigen. Schreiben Sie sich von der Seele, was Sie der Person vorwerfen. Aber nehmen Sie auch auf, wofür Sie dankbar sind. Sie brauchen den Brief nicht abzuschicken. Lesen Sie sich diesen immer mal wieder durch, ergänzen sie ihn und dann vernichten Sie ihn mit einem kleinen Ritual (Verbrennen, Zerreißen und im Wind fliegen lassen etc.) Vergeben Sie den anderen. Sie werden merken, wie befreit Sie sich fühlen.

Welche (schlechten) Gewohnheiten tun mir nicht gut?

Essen Sie zu viel Zucker? Schauen Sie zu viel fern? Rauchen Sie? Bewegen Sie sich zu wenig? Und und und….. Überlegen Sie sich, wo Sie etwas ändern wollen und nehmen Sie sich ganz konkret vor, wie Sie das machen wollen. Suchen Sie sich positive Gewohnheiten, die die schlechten ablösen, dann wird es Ihnen leichter fallen.  Achten Sie aber auch darauf, dass Sie nicht zu viel auf einmal ändern. Veränderungen fallen uns generell schwer und wenn es zu viele auf einmal sind, streikt Ihr „System“.

Welcher Chance, welcher Person oder welcher Situation trauere ich noch nach?

​Sie können Ihre Vergangenheit nicht ändern. Sie haben Entscheidungen getroffen, die Sie dorthin geführt haben, wo Sie jetzt stehen. Jede Minute, die Sie mit negativen Gedanken in der Vergangenheit verbringen, fehlt Ihnen im Hier und Jetzt. Oder, um sich mit Ihrer Zukunft zu beschäftigen. Schließen Sie ab und schauen Sie nach vorn. Hier kann Ihnen vielleicht helfen, sich mal aufzuschreiben, was das Gute im Schlechten ist. Also, was ist z.B. gut daran, dass Sie sich damals gegen den Traum-Job entschieden haben? Oder dass sich Ihr Partner getrennt hat? Dass Sie das Haus nicht gekauft haben? Oder…?

Welche Menschen oder Beziehungen tun mir nicht gut?

Auch in Beziehungen kann es vorkommen, dass es besser ist, diese zu beenden. Prüfen Sie für sich, wer z.B. ein Energie-Räuber ist. Das merken Sie daran, dass Sie sich nach einem Treffen nicht wohlfühlen und Sie das Gefühl haben, Ihre Batterien sind leer. Oder wer Ihnen sonst nicht gut tut, z.B. weil jedes Mal alles madig gemacht wird, was Sie sich vorgenommen haben. Unser Umfeld mag nicht, wenn wir uns verändern. Entweder Sie beenden die Beziehung richtig oder wenn das nicht geht, versuchen Sie die Zeit, die Sie mit diesen Personen verbringen, zu reduzieren.

Was ist Ihr Ballast? Wovon wollen Sie sich trennen? Wie gehen Sie dabei vor? Schreiben Sie das gern in den Kommentar. Falls Ihnen Freunde und Bekannte einfallen, die besonders viel Ballast mit sich herumtragen, teilen Sie doch gern diesen Artikel.

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