Die Macht der Dankbarkeit - kathrin-meyer.com

Die Macht der Dankbarkeit

Mit Dankbarkeit ist nicht gemeint, dass man immer artig Danke sagen muss. Das ist Höflichkeit.  Dankbarkeit ist Wertschätzung dem Leben gegenüber, auch die kleinen Dinge zu schätzen, nichts für selbstverständlich zu nehmen, den Blick auf das Schöne zu richten, auf das, was man hat und nicht darauf, was man nicht hat. Das geht im Alltag leider häufig verloren.

Dankbarkeit ist der Schlüssel zum Glück.

Solange man lebt, findet man immer einen Grund dankbar zu sein.

Studien haben gezeigt, dass dankbare Menschen glücklicher und weniger depressiv sind. Sie leiden weniger unter Stress und sind zufriedener mit ihrem Leben und ihren sozialen Beziehungen. Sie gehen leichter mit schwierigen Situationen um. Dankbare Menschen schlafen besser, vermutlich weil sie weniger negative, mehr positive Gedanken vor dem Einschlafen haben. Dankbarkeit schützt laut einer Studie der University of California sogar das Herz.

Nicht die Glücklichen sind dankbar.
Es sind die Dankbaren, die glücklich sind. 
Sir Francis von Verulam Bacon, englischer Philosoph

Es lohnt sich also, mehr Dankbarkeit in Ihr Leben zu bringen. Wofür können Sie dankbar sein?

Sie leben, Sie sind gesund, Sie haben Freunde, Sie haben Familie, Sie leben in Frieden.

Aber auch für kleinere Dinge: Die Sonne scheint, Sie haben die Bahn bekommen, der Kollege hat Sie angelächelt, Sie haben ein Kompliment bekommen, Sie hatten ein leckeres Essen, Sie konnten ausschlafen, Sie waren tanzen, Sie mussten lachen, bis dass Ihnen der Bauch weh tat …und und und.

Der Feind der Dankbarkeit ist Gewöhnung

​​​Laut Abraham Maslow einem amerikanischen Psychologen gibt es eine Bedürfnishierarchie. Erst wenn unsere grundlegenden Bedürfnisse befriedigt sind, können wir uns persönlich weiterentwickeln. Dass in unserer Gesellschaft genau diese eigentlich grundsätzlich nicht in Gefahr sind, sehen wir oft als selbstverständlich an.

Wir sind es gewohnt und je öfter wir schöne Dinge in unserem Leben haben, desto selbstverständlicher werden sie. Dadurch nimmt aber das Glücksgefühl ab (wenn man es sich nicht öfter bewusst macht). Stellen Sie sich einfach mal vor, wenn Sie alltägliche Dinge nicht mehr hätten. Wie wäre es, wenn Sie keine Wohnung hätten? Wie wäre es, wenn Sie arbeitslos wären? Wie wäre es, wenn Sie eine schlimme Krankheit hätten? Wie wäre es, wenn Ihre Familie zerbricht?

Wir könnten jeden Tag ein Vollbad nehmen. Im Gegensatz dazu haben laut Unicef 2,1 Milliarden Menschen weltweit keinen Zugang zu sauberem Wasser.

Ohne Dankbarkeit entwickelt sich eine Mängelsicht. Wir vergleichen uns häufig mit anderen und wollen in vielen Bereichen immer mehr haben. Das Leben besteht dann nur noch aus Lücken und Leere. Wer den Fokus auf Mangel hat, kann nur unzufrieden, neidisch und unglücklich werden.

Sicher, nicht jeder Tag ist gut, aber jeder Tag hat etwas Gutes – man muss es nur erkennen (wollen).

​​Viele Menschen wissen, dass sie unglücklich sind.
Aber noch mehr Menschen wissen nicht, dass sie glücklich sind.
​Albert Schweitzer, deutscher Arzt und Philosoph

Dankbarkeit kann trainiert werden. Es ist eine Sicht- bzw. Lebensweise. Machen Sie es sich zur Gewohnheit.

3 Tipps Dankbarkeit zu trainieren

1. Führen Sie ein Dankbarkeitstagebuch

Erstellen Sie ein Dankbarkeitstagebuch. Lassen Sie jeden Abend den Tag Revue passieren und schreiben Sie sich mindestens 3 Dinge auf, für die Sie dankbar sind. Wenn Sie das mindestens einen Monat lang machen, wird sich Ihr Blick ändern und Sie werden sich mehr auf positive Dinge konzentrieren und nicht mehr alles als selbstverständlich hinnehmen.

2. Stellen Sie ein „Danke-Glas“ auf

Besorgen Sie sich ein schönes, großes Glas. Vielleicht finden Sie auch einen besonders schönen kleinen Notizblock. Immer wenn Sie etwas Schönes erlebt haben, wofür Sie dankbar sind, schreiben Sie es auf und werfen den Zettel in das Glas. Je voller das Glas wird, desto mehr wird Ihre Dankbarkeit sichtbar. Und mit ihr das Bewusstsein für die schönen Dinge in Ihrem Leben. Und es macht sicher Spaß, sich die Zettel nach einem Jahr noch einmal durchzulesen.

3. Leben Sie achtsam

Achtsamkeit bedeutet, bewusst ganz im aktuellen Moment zu leben. Oft laufen wir auf Autopilot und sind so ungeheuer geschäftig, dass wir unsere „Antennen“ viel zu oft abstellen. So verpassen wir die alltäglichen schönen Augenblicke. Gestern bin ich z.B. um 18.00 Uhr durch meinen kleinen Park gegangen. Die Zeichen, dass Frühling kommt, waren eindeutig. Es war noch nicht ganz dunkel und die Vögel zwitscherten in einer wahnsinnigen Lautstärke. Das war ein wunderschöner Moment.

Wofür sind Sie dankbar? Schreiben Sie das gern in den Kommentar. Gibt es vielleicht jemanden in Ihrem Umfeld, der diesbezüglich einen kleinen Impuls braucht? Dann leiten Sie den Artikel gern weiter.

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