Selbstreflexion – Ein Schlüssel für Glück und Erfolg - Kathrin Meyer

Selbstreflexion – Ein Schlüssel für Glück und Erfolg

Laut Wikipedia „bezeichnet Selbstreflexion die Tätigkeit, über sich selbst nachzudenken. Das bedeutet, sein Denken, Fühlen und Handeln zu analysieren und zu hinterfragen mit dem Ziel, mehr über sich selbst herauszufinden.“

Ja, genau das ist manchmal eine große Herausforderung. Gefällt mir, was ich da herausfinde? Bin ich wirklich ehrlich zu mir? Tut das vielleicht weh? Ja es kann sein, dass dabei nicht nur angenehme Gefühle hochkommen, aber es lohnt sich, zu fragen: Bin ich die Person, die ich immer sein wollte? Bin ich auf dem Weg, den ich einmal gehen wollte?

Selbstreflexion – grundsätzliche Fragen für ein glückliches Leben

Wie sieht mein Leben generell aus?

Welche Chancen haben Sie nicht ergriffen, weil Sie auf andere Rücksicht genommen haben? In welchen Lebensbereichen nehmen Sie sich immer noch zurück? Schreiben Sie sich alle für Sie wichtigen Bereiche auf und schätzen Sie ehrlich auf einer Skala von 1-10 ein, wie glücklich und zufrieden Sie sind. Schreiben Sie auch die Gründe auf, die zur Unzufriedenheit führen und vor allem formulieren Sie, was Sie stattdessen wollen.

Welche (schlechten) Gewohnheiten tun mir nicht gut?

Essen Sie zu viel Zucker? Schauen Sie zu viel fern? Rauchen Sie? Bewegen Sie sich zu wenig? Und und und….. Überlegen Sie sich, wo Sie etwas ändern wollen und nehmen Sie sich ganz konkret vor, wie Sie das machen wollen. Suchen Sie sich positive Gewohnheiten, die die schlechten ablösen, dann wird es Ihnen leichter fallen.  Achten Sie aber auch darauf, dass Sie nicht zu viel auf einmal ändern. Veränderungen fallen uns generell schwer und wenn es zu viele auf einmal sind, streikt Ihr „System“.

Welche Menschen oder Beziehungen tun mir nicht gut?

Auch in Beziehungen kann es vorkommen, dass es besser ist, diese zu beenden. Prüfen Sie für sich, wer z.B. ein Energie-Räuber ist. Das merken Sie daran, dass Sie sich nach einem Treffen nicht wohlfühlen und Sie das Gefühl haben, Ihre Batterien sind leer. Oder wer Ihnen sonst nicht gut tut, z.B. weil jedes Mal alles madig gemacht wird, was Sie sich vorgenommen haben. Entweder Sie beenden die Beziehung richtig oder wenn das nicht geht, versuchen Sie die Zeit, die Sie mit diesen Personen verbringen, zu reduzieren.

Selbstreflexion für den täglichen ​Gebrauch

Natürlich können Sie nicht täglich oder wöchentlich Ihr  Leben komplett hinterfragen. Aber es ist empfehlenswert, sich regelmäßig kurz selbst zu reflektieren. So können Sie sich wirklich weiterentwickeln und Ihr Leben erfolgreicher und zufriedener gestalten. Welche Fragen eignen sich für eine kurze Selbstreflexion, vielleicht jeden Abend oder jeden Sonntag?

  • ​Wofür bin ich dankbar?
  • Was habe ich heute gut gemacht?
  • Was habe ich heute gelernt?
  • Was kann ich morgen besser machen?
  • Wem habe ich heute ein Lächeln ​in´s Gesicht gezaubert?
  • Wie fühle ich mich gerade?
  • Bin ich unzufrieden? Wenn ja, warum?
  • Worauf freue ich mich morgen?
  • Wem will ich morgen eine Freude machen?

Das muss nicht jeden Abend eine ausführliche Studie mit Dokumentation auf dem Flipchart sein ;-).

Selbstreflexion sollte immer wohlwollend sein

Egal ob grundsätzlich oder täglich: Behandeln Sie sich so, wie sie einen guten Freund behandeln würden. 4 Tipps, wie Sie das am besten machen.

1. Konzentrieren Sie sich auf Erfolge

Führen Sie ein Erfolgstagebuch. Lassen Sie abends Ihren Tag Revue passieren, lenken Sie Ihren Fokus auf das, was Sie geschafft haben, und nicht darauf, was nicht. Nehmen Sie bewusst auch ganz kleine Erfolge auf, die für Sie eigentlich selbstverständlich sind. So schärfen Sie Ihren Blick auf das Positive. Am besten kombinieren Sie das mit einem Dankbarkeitsritual. Für welche (kleinen und alltäglichen) Dinge waren Sie an diesem Tag dankbar.

2. Loben Sie sich selbst

Vergessen Sie: Eigenlob stinkt. Eigenlob stimmt! Achten Sie bewusst darauf, wenn Ihnen etwas gut gelingt, mag es auch noch so klein sein. Haben Sie z.B. einer Kollegin einen entscheidenden Tipp für ihre Exceltabelle gegeben und sie konnte ihren Auftrag schneller umsetzen oder Sie haben „ganz nebenbei“ ein Teamevent organisiert. Vielleicht haben Sie sich bei der Hausverwaltung dafür eingesetzt, dass es endlich einen Fahrradraum gibt und hatten Erfolg. Ihre Schwiegermutter (die nicht einfach ist) hat sich für die tolle Geburtstagstorte bedankt. Und und und…..

Schreiben Sie sich auf, was genau Ihnen dabei leichtfiel. Wie haben Sie sich gefühlt? Loben Sie sich, wenn Ihnen etwas gut gelungen ist: "Das habe ich gut gemacht“ oder "Das ist mir prima gelungen“. Meistens warten wir vergeblich auf Anerkennung von außen. Deshalb ist es wichtig, dass Sie sich die selbst geben.

Und sprechen Sie es aus. Stellen Sie sich vor einen Spiegel und sagen Sie laut, was Ihr Erfolg war. Das wird sich erst ein bisschen komisch anfühlen. Aber wenn Sie sich das nicht selber stolz ins Gesicht sagen können, wie wollen Sie anderen gegenüber über Ihre Erfolge sprechen. So stärken Sie Ihr Selbstbewusstsein.

3. Seien Sie gnädig mit sich selbst.

Hören Sie auf, sich selbst ständig zu kritisieren, wenn etwas nicht so klappt, wie Sie sich das vorgestellt haben. Hören Sie nicht auf Ihren inneren Kritiker, der Ihnen ständig ins Ohr flüstert, dass Sie nicht gut genug seien. Ständige Selbstzweifel ziehen runter und machen Sie mit jedem Mal unsicherer. So können Minderwertigkeitskomplexe beginnen.

4. Hören Sie auf, sich mit anderen zu vergleichen.

Der Vergleich ist der direkte Weg ins Unglück. Es gibt immer jemanden, der eine Sache besser kann als Sie.

​Konzentrieren Sie sich darauf, was Ihnen gut von der Hand geht, auf Ihre Stärken und arrangieren Sie sich mit Ihren (vermeintlichen) Schwächen. Schwächen machen sympathisch. Menschen, die nach außen völlig perfekt sind, wirken oft sehr kühl und unnahbar.

Haben Sie spezielle Rituale? Wie machen Sie eine Innenschau? Schreiben Sie das gern in den Kommentar. Teilen Sie den Artikel gern mit Ihrem Umfeld.

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