Ist Ihr Glas halbvoll oder halbleer? Ihre Antwort darauf zeigt, ob Sie eher ein Optimist oder ein Pessimist sind. Optimismus ist eine wichtige Voraussetzung für beruflichen und persönlichen Erfolg. Wer immer nur die schlechten Seiten und Gefahren sieht, steht sich selbst im Weg. Positives Denken sorgt dafür, dass man handlungsfähig bleibt und immer wieder aufstehen kann.

Es heißt sogar, dass Positives Denken gesünder macht. Wer an seine Heilung glaubt, kann besser die Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren und damit sogar schlimme Krankheiten besiegen.

Viele Menschen rollen beim Thema „Positives Denken“ erst einmal mit den Augen. Der Grund ist eine falsche Vorstellung davon, was damit eigentlich gemeint ist. Positives Denken bedeutet nicht, alles Negative einfach auszublenden. Und es bedeutet schon gar nicht, nur noch beseelt durch die Welt zu laufen, wie manche es sich vielleicht vorstellen.

An sich ist keine Sache, keine Person, keine Situation positiv oder negativ. Eine Sache ist einfach, wie sie ist. Erst unsere subjektive Bewertung macht etwas positiv bzw. negativ.

"Ein Mensch ist das, was er den ganzen Tag denkt.“ Ralph Waldo Emerson

Positives Denken hat Auswirkungen auf das Gehirn

Man kann nie kontrollieren, was im Leben passiert, aber man kann kontrollieren, wie man darüber denkt. Das ist gar nicht so einfach, wenn man nicht gewohnt ist, erst einmal in allem das Positive zu sehen. Es gibt neurowissenschaftliche Studien, die nachweisen, dass Nervenbahnen auf die Art des Denkens reagieren und sich quasi erinnern. Denkt man häufig negativ, werden viele Nervenbahnen für diese Frequenz ausgebaut, so dass eine regelrechte „Autobahn“ entsteht. Negative Gedanken können immer schneller aufgenommen werden. Fängt man bewusst an positiv zu denken, werden erst einmal kleine „Trampelpfade“ errichtet, die aber ausgebaut werden können. Man kann diese wie Muskeln trainieren.

Positive Psychologie geht noch weiter als Positives Denken

Der Begriff „Positive Psychologie“ wurde bereits 1945 von dem amerikanischen Psychologen Maslow eingeführt. In den 1990igern wurde das Thema wieder intensiver aufgegriffen. Im Gegensatz zur traditionellen Psychologie, die defizitorientiert ist, schaut die positive Psychologie auf die positiven Aspekte wie Glück, Zufriedenheit und Optimismus. Also vereinfacht ausgedrückt:

Nicht unglücklich oder nicht depressiv zu sein, heißt nicht unbedingt glücklich zu sein.

Was einen Jeden glücklich macht, ist sehr unterschiedlich. Die eigene Glücksformel muss jeder für sich selber finden.

Die Konzentration auf die Stärken eines Menschen ist ein weiterer Aspekt der Positiven Psychologie.  Es kann z.B. jeder in seinem Job hervorragende Leistungen vollbringen und Spaß an der Arbeit haben, wenn er richtig eingesetzt ist. Das zu erkennen ist sicher auch Führungsaufgabe, aber  hier sollten Sie Ihre Eigenverantwortung nicht abgegeben. Wenn Sie merken, dass Sie immer öfter mit Baugrummeln auf Arbeit gehen und überhaupt keine Lust mehr haben, schauen Sie für sich, ob Ihre Tätigkeiten Ihren Stärken und Talente entsprechen. Reden Sie mit Ihrem Chef. Wenn keine Aufgabenänderung möglich ist, sollten Sie sich einen anderen Job suchen. Sie sollten sich vor Augen halten, dass Sie immerhin 1/3 des Tages in Ihrem Job verbringen.

Im Blogartikel „Wer nur an seinen Schwächen arbeitet, ist in allem nur ein bisschen gut“ gehe ich auf das Thema Stärken detailliert ein. Sie können sich dort eine Vorlage zur Stärkenanalyse herunterladen und ich habe auch eine Buchempfehlung, mit dem Sie ihre Stärken und Talente ermitteln können.

5 Tipps, wie Sie Positives Denken in Ihr Leben integrieren

1. Lächeln stimmt positiv und macht glücklich 

Wenn Sie doch mal negativ drauf sind: Lächeln Sie! Auch wenn Ihnen nicht danach ist. Es ist erwiesen, dass das Gehirn nicht unterscheiden kann, ob die Muskelbewegungen von einem echten oder unechten Lächeln kommen. Nach 2 Minuten leichtem Lächeln (nein Sie müssen nicht mit einem breiten Grinsen durch die Gegend laufen) wird dem Gehirn signalisiert: „Glücklich“ und schon ändert sich Ihr Gemütszustand. Probieren Sie es aus.

2. Das Gute im Schlechten

Suchen Sie das Positive in einer durch Sie als schlecht bewerteten Situation. Fragen Sie sich: Welcher Gewinn, den ich noch nicht erkenne, steckt in dieser Situation? Was kann ich aus dieser Situation lernen? Wie geht es positiv weiter? Wie kann ich in Zukunft solche Situationen vermeiden? Schon alleine diese Fragen versetzen Sie in das Gefühl der eigenen Handlungsfähigkeit.

3. Gehen Sie aus der Opferrolle 

Übernehmen Sie Eigenverantwortung. Es helfen Ihnen keine Gedanken wie „Warum passiert das immer mir?“, „Das ist aber ungerecht.“, „Dafür kann ich aber nichts.“ Diese Gedanken werden Sie lediglich lähmen und definitiv nicht weiterbringen. Überlegen Sie stattdessen, was Sie aktiv tun können, um eine Situation zu ändern.

4. Scannen Sie Ihr Umfeld

In der Umgebung von Pessimisten wird es Ihnen eher schwer fallen, den Blick immer auf das Positive zu richten. Wenn immer nur schwarz gemalt und sich beklagt wird, wird Sie das auch runterziehen. Versuchen Sie diese Energieräuber zu identifizieren und verbringen so wenig Zeit wie möglich mit Ihnen.

5. Vergleichen Sie sich nicht 

Wieder einmal dieser Tipp 😉 Aber auch hier enorm wichtig. Schauen Sie nicht, was Ihr Kollege kann und Sie nicht so gut. Konzentrieren Sie sich auf Ihre Stärken. Schauen Sie nicht, was Freunde oder Bekannte haben und sich leisten können. Falls Sie es doch tun, dann freuen Sie sich ehrlich mit Ihnen. Nichts ist schlimmer für das Positive Denken, als neidvolle Gedanken. Das zieht Sie nur runter. Betrachten Sie mit Stolz, was Sie bisher erreicht haben.

Ist Ihr Glas nun halbvoll oder halbleer? Schreiben Sie Ihre Erfahrungen mit diesem Thema gern in den Kommentar. Wenn Sie glauben, dass dieser Artikel für Ihr Umfeld interessant ist, teilen Sie diesen gern.

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