Weihnachtsstress vermeiden – Advent, Advent ein Lichtlein brennt… - kathrin-meyer.com

Weihnachtsstress vermeiden – Advent, Advent ein Lichtlein brennt…

aber vielleicht nicht nur das, sondern auch die Luft zu Hause?

Weihnachten ist das Fest der Liebe. Aber warum gibt es genau zu dieser Zeit oft besonders viel Stress und Streit? Viele Menschen gruseln sich sogar richtig vor dieser Zeit.

Die Weihnachtstage sollen besonders schön und harmonisch ablaufen. Oft hat man hohe Erwartungen, sieht sich entspannt beim Adventskaffeetrinken mit der ganzen Familie, gemütlich Weihnachtsgeschenke auspacken an Heiligabend oder an einer herrlich gedeckten Festtagstafel am 1. Feiertag.

Wie sieht der Weihnachtsalltag aber aus?

Die Kinder verdrehen die Augen und haben keine Lust, den ganzen Nachmittag mit Onkel Heinz und Tante Berta am Kaffeetisch zu sitzen. Der Göttergatte kann die beiden auch nicht leiden und wenn Sie ehrlich sind, können Sie die Vorträge über unerzogene Kinder und „Früher war alles besser“ auch nicht mehr hören.

Die Geschenke zur Bescherung werden gespannt aufgerissen. Leider ist das gewünschte neueste I-Phone nicht dabei und dann hat man die Bescherung: Die Stimmung ist hinüber und es wird den ganzen Abend gemault. Und Sie öffnen Ihr Geschenk und müssen Ihre Enttäuschung über die neue Küchenmaschine sehr verbergen, dabei haben Sie doch so oft nebenbei erwähnt, dass Sie so gern mal wieder ins Theater gehen wollen.

Ihre Schwester bringt auch noch ein Thema auf den Tisch, über welches Sie sich schon so lange nicht einig sind und dann ist es um den Abend ganz geschehen.

Das Weihnachtsmenü sollte etwas ganz Besonderes sein, Sie wollten ein neues Rezept ausprobieren. Aber leider ist die Weihnachtsgans noch nicht durch, dafür das Gemüse dann umso mehr und die Klöße fallen auch auseinander. Und die Schwiegermutter stichelt mal wieder: „Hättest du doch unser Familienrezept genommen, das funktioniert immer.“ Dann lassen Sie vielleicht aus Frust und Wut den Nachtisch fast mit Absicht im Ofen verbrennen.

Sie haben sich so viel Mühe gegeben, ein schönes und harmonisches Fest auszurichten und wieder mal ist es nicht so, wie Sie sich das vorstellt haben.

Weihnachtsstress ist oft vorprogrammiert

Die letzten Wochen vor Weihnachten sind voller Hektik und Stress. Sie laufen von Weihnachtsfeier zu Weihnachtsfeier. Plätzchen backen, Karten schreiben, Geschenke kaufen… So sind Sie an den eigentlichen Festtagen total erschöpft.

Sie stehen an den Feiertagen die meiste Zeit in der Küche und ärgern sich vielleicht, dass Ihnen keiner hilft.

Die Familie ist den ganzen Tag (oder mehrere Tage) zusammen. Das ist man nicht gewohnt und so sind Spannungen oft nicht zu vermeiden.

Die Erwartungen aller sind sehr hoch. Jeder hat aber andere und oft passen die nicht zueinander.

Sie absolvieren Pflichttermine, zu denen Sie eigentlich keine Lust haben. Aber es ist halt Tradition oder es gehört sich so.

Wie können Sie den Weihnachtsstress verringern?

  • Wenn die Möglichkeit besteht, nehmen Sie sich vor Weihnachten einen Tag frei. Erledigen Sie in dieser Zeit Ihre Besorgungen (oder gönnen Sie sich bewusst einen Entspannungstag).
  • Besprechen Sie Erwartungen mit Ihrer ganzen Familie. Je besser Sie diese kennen, umso mehr können Sie darauf eingehen. Und schrauben Sie Ihre Erwartungen herunter. Warum sollte ausgerechnet zu Weihnachten alles glatt laufen? Üben Sie sich in Gelassenheit.
  • Verteilen Sie Aufgaben. Besprechen Sie vorher, wer was macht. Also z.B. Einkaufen, Baum schmücken, Tisch decken, Oma abholen und wer welches Essen zubereitet bzw. mitbringt.
  • Eine Alternative um Stress bzgl. des Weihnachtsessens zu vermeiden, ist ein Restaurantbesuch oder eine Cateringbestellung. So haben alle mehr Zeit und können das Essen ohne Abwasch und Co genießen.
  • Vermeiden Sie schwierige Themen zu Weihnachten. Sehr schnell können diese eskalieren und das Weihnachtsfest verderben. Wenn solche Themen in Ihrer Familie anliegen, vereinbaren Sie bewusst, dass diese erst nach Weihnachten diskutiert werden.
  • Haben Sie den Mut, Traditionen zu durchbrechen oder Pflichttermine zu minimieren. Wenn Sie Weihnachten verreisen wollen, tun Sie das. Wenn Sie jemanden nicht treffen möchten, sagen Sie höflich ab.
  • Unternehmen Sie etwas. Einen Spaziergang, einen Theaterbesuch oder was Sie sonst gern machen. Ein Abendessen lässt sich z.B. gut mit einem Besuch auf dem Weihnachtsmarkt verbinden. Das reduziert Vorbereitungsstress und man kommt mal raus. Und ein frisches Ofenbrot ist auch etwas Köstliches.
  • Verplanen Sie aber nicht die ganze Zeit an den Weihnachtstagen. Keiner mag gern von Termin zu Termin hetzen. So haben Sie Freiräume und können die Ruhe genießen.
  • Gewähren Sie Rückzugsmöglichkeiten und gönnen Sie sich diese selber auch. Es ist völlig in Ordnung, dass man mal seine Ruhe braucht, wenn man so geballt Zeit miteinander verbringt. Also nehmen Sie es nicht persönlich, wenn sich ein Familienmitglied mal zurückzieht.
  • Verschieben Sie Treffen auf Januar. Es muss nicht sein, dass Sie sich mit allen, die Sie kennen, aber nicht so oft sehen, ausgerechnet in der Weihnachtszeit treffen müssen.
  • ​Für dieses Jahr zu spät 😉 Sammeln Sie Weihnachtswünsche schon während des Jahres. Und schreiben Sie diese auf, Sie vergessen das sonst wieder. Vielleicht lässt sich das ein oder andere Geschenk auch schon frühzeitig besorgen oder online bestellen. Das spart in den Wochen vor Weihnachten enorm Zeit.

​Wie gehen Sie mit Weihnachtstress um? Haben Sie besondere Tricks, diesen zu vermeiden?  Schreiben Sie das gern in den Kommentar. 

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